Bei Niederspannungsanlagen bilden Klemmverbindungen mit ca. 70 % den größten Anteil der durch Infrarotmessung ermittelten Fehler.
Ein Großteil der festgestellten Fehler, ca. 30%, sind Erstinstallationsfehler. Daher kommt der Thermografie im Hochstrombereich von Niederspannungsverteilungen eine besondere Bedeutung zu. Turnusmäßige Infrarotkontrollen reduzieren die Brandgefahr, erhöhen die Sicherheit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit elektrischer Anlagen.
Zur Beurteilung einer anormalen Wärmequelle ist nicht nur ihre Temperatur, sondern maßgeblich die Übertemperatur zu berücksichtigen. Darunter versteht man die Temperaturdifferenz zwischen der Fehlerstelle und einer Vergleichsstelle.
Zur Fehlerbewertung werden die Messwerte unter Berücksichtigung der Anlagenbelastung und des Anlagenzustand, nach Gefährdungsklassen eingeordnet.
Die Thermografie der Anlagen und die qualifizierte Auswertung der Thermogramme bietet eine wichtige Entscheidungshilfe um notwendige Maßnahmen (Reparaturen, Wartungen, Instandhaltungsarbeiten, Umbauarbeiten, Modernisierung, etc.) zielgerichtet zu planen und durchzuführen.
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